Aufstrich, Sirup
Fichtenspitzen-Honig - Fichtenspitzensirup
Das solltest du haben
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Zutaten
- 350 g Fichtenspitzen junge Triebe von Fichte
- 1000 g Zucker
- 1 EL Zitronensaft
Zubereitung
Vorbereitung - am Tag des Pflückens - 1. Tag
- Junge Fichtentriebe waschen, Fremdkörper und Geziefer entfernen.
- Die hellgrünen Triebe in einen Topf geben. 1 Liter kaltes Wasser dazu gießen. Mit einem Speiseteller oder einem Brett beschweren und 12 Stunden an einem kühlen Ort ziehen lassen.
2. Tag
- Den Teller (oder das Brett) entfernen und die Triebe mit dem Einweichwassser einmal aufkochen. Anschließend die Temperatur reduzieren und ca. 30 Minuten mit geschlossenem Deckel simmern lassen.
- Die Masse abkühlen lassen und für weitere 12-24 Stunden an einem kühlen Ort ziehen lassen.
3. Tag - Fertigstellung
- Den weißlichen Sud durch ein Haarsieb abseihen. Den Zitronensaft hinzugeben und die Flüssigkeit abmessen.
- Den Sud gemeinsam mit derselben Menge Zucker (1000ml Flüssigkeit = 1000g Zucker) in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Anschließend unter gelegentlichem Rühren ca. 2 - 3 Stunden zu einem Sirup einköcheln lassen.
- Gelierprobe durchführen.
- Den fertigen Fichtenspitzenhonig in vorbereitete, saubere Gläser füllen und sofort verschließen.
Wie der Löwenzahnhonig und der Gänseblümchenhonig stammt der Fichtenspitzen-Honig nicht von Bienen. Er ist also gar kein richtiger Honig. Es handelt sich dabei um einen dickflüssigen Fichtenspitzensirup, der dem „echten Waldhonig“ in Aussehen und Geschmack in Nichts nachsteht. Denn er zieht wie ein Honig Fäden und sieht dank seiner dunklen, goldigen Farbe wie Waldhonig aus. Er wird aus den jungen Trieben von Nadelbäumen wie der Fichte und der Tanne hergestellt. Der Fichtenspitzen-Honig schmeckt aromatisch, waldig und würzig-frisch.

Wie schmecken Fichtenspitzen?
Die weichen, hellgrünen Fichtenspitzen riechen nach den ätherischen Ölen der Fichte. Roch schmecken Fichtenspitzen süß-säuerlich und nach Wald und Nadelbaum. Der Geschmack erinnert an der Geruch vom Weihnachtsbaum. Fichtenspitzen haben eine angenehme Zitrusnote, dieses Aroma entfaltet sich beim Kochen noch mehr. Sie schmecken aber auch etwas harzig, süß, würzig und nach Wald.

Fichtenspitzensirup selber machen, diese Zutaten benötigst du für den Fichtenspitzensirup
Für den Fichtenspitzensirup benötigst du nur 4 Zutaten:
- junge Triebe von einer Fichte (oder einer Tanne, wenn es ein Tannenspitzensirup werden soll)
- Kristallzucker: Ich verwende am liebsten Feinkristallzucker. Der löst sich schnell auf.
- Zitronensaft: Der Zitronensaft verleiht dem Fichtenspitzenhonig eine gewisse zusätzliche Frische. Du kannst ihn aber auch weglassen.
- Wasser: Es ist wichtig, dass du darauf achtest, dass Wasser und Zucker mindestens im gleichen Verhältnis verwendet werden.

Tipps für die Herstellung von Fichtenspitzensirup
- Triebe: Es ist wichtig, dass du die Triebe direkt nach dem Sammeln verarbeitest. Andernfalls verlieren sie den Geschmack.
- Menge der Triebe: Du kannst die Menge der Triebe an deinen Geschmack anpassen. Je mehr Triebe du verwendest, desto intensiver wird der Geschmack vom Fichtenspitzenhonig. Beachte aber, dass der Honig bei der Verwendung von zu vielen Trieben auch bitter schmecken kann.
- Zucker: Wichtig ist das Verhältnis 1:1 von Sud und Zucker. Du kannst aber auch mehr Zucker verwenden, dadurch wird der Wasseranteil reduziert und die Einkochzeit wird reduziert. Leider verliert der Fichtenspitzensirup dadurch seine typischen Geschmack.


Was muss beim Sammeln von jungen Trieben beachtet werden?
Beim Pflücken der jungen Triebe, den so genannten Maiwipferl, ist es wichtig, dass du darauf achtest, wirklich nur so viel zu pflücken wie du tatsächlich benötigst. Durch das Abreißen der jungen Triebe nimmt man den Bäumen ihre Triebkraft. Das sollte man beim Pflücken immer im Hinterkopf haben und wertschätzend – also nur für den Eigenbedarf ernten – mit den kostbaren jungen Trieben umgehen.
- Gesunde, kräftige Bäume: Bitte wähle zum Sammeln der Triebe nur gesunde, kräftige Bäume aus um sie nicht beim Wachsen zu beeinträchtigen. Deshalb pflücke auch keine Triebe von jungen uns sehr alten Bäumen.
- Hellgrünen, weiche Spitzen: Damit den Bäumen ausreichend Energie zum Wachsen bleibt, nur die hellen, weichen Spitzen am Ender der Zweige abzupfen.
- Pro Baum nur wenige Triebe: Immer nur ein paar wenige Triebe, 2-3 Wipferl pro Ast, pflücken. Und am besten nur die Triebe, die seitlich von den Zweigen rauswachsen. Die Triebspitzen nicht ernten.

Hast du Interesse an weiteren Fichtenspitzen Rezepten? Dann solltest du unbedingt mal mein Fichtenspitzen-Pesto und mein Fichtenspitzen-Gelee ausprobieren.
Alles Liebe,
Fragen, die zum Fichtenspitzen-Honig immer wieder gestellt werden
Wann sollte man Fichtenspitzen sammeln?
Ende April bis ca. Ende Mai erleben Fichten einen Wachstumsschub, dabei sprießen die hellgrünen, weiche Wipferl – die Triebe – an den Enden der Äste heraus. In diesem Zeitraum werden diese auch gesammelt. Je nach Höhenlage und Witterung ist die Ernte der Triebe auch noch bis in den Juni hinein möglich. Der beste Erntezeitpunkt ist, wenn die Triebe etwa 2-3cm lang, weich und hellgrün sind.
Für was ist Fichtenspitzensirup gut?
Fichtenspitzensirup ist ein traditionelles Naturheilmittel, das vor allem für seine schleimlösende, hustenstillende und entzündungshemmende Wirkung bei Atemwegserkrankungen geschätzt wird. Dank der enthaltenen ätherischen Öle, Harze und viel Vitamin C hilft der Fichtenspitzensirup bei Husten, Heiserkeit, Bronchitis und Erkältungen, wirkt antiseptisch und schmeckt außerdem als süßer Brotaufstrich und in Heißgetränken.
Wie lange ist Fichtenspitzensirup haltbar?
An einem dunklen, kühlen Ort ist das Fichtenspitzensirup bis zu 2 Jahre haltbar, bevor er geöffnet werden. Nach dem Öffnen sollte er im Kühlschrank gelagert werden.
