Dessert, Hauptspeise
Zwetschgenknödel mit Mohnbrösel
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Zutaten
- 250 g Quark
- 1 Stück Ei
- 50 g Butter weich
- 50 g Grieß
- 100 g Mehl wenn möglich griffig
- 100 g Butter
- 75 g Semmelbrösel
- 50 g Zucker
- 75 g Mohn gerieben
- Zimt optional
- Puderzucker zum Bestreuen
- 9 Stück Zwetschge
- Marzipan oder Würfelzucker
Zubereitung
- Butter mit dem Mehl, Quark und Grieß zu einem Teig kneten. Den Teig für 30 Minuten im Kühlschrank rasten lassen.250 g Quark, 1 Stück Ei, 50 g Grieß, 100 g Mehl, 50 g Butter
- Zwetschken waschen, entsteinen und statt dem Kern ein Stück Marzipan hineingeben.9 Stück Zwetschge, Marzipan
- Teig in 9 gleich große Stücke teilen.
- Jedes Teigstück in der Hand flach drücken, eine Zwetschge in die Mitte legen und Knödel formen.
- Wasser aufkochen und anschließend die Temperatur zurückdrehen. Die Knödel in das siedende Wasesr legen und 10 bis 15 Minuten garen lassen.
- In der Zwischenzeit die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Brösel darin goldbraun rösten.100 g Butter, 75 g Semmelbrösel, 50 g Zucker, 75 g Mohn, Zimt
- Mohn und Zucker hinzugeben. Ggf. auch gemahlenen Zimt dazugeben.
- Sobald die Zwetschgenknödel ein paar Minuten an der Wasseroberfläche geschwommen sind, diese aus dem Wasser nehmen und in den Mohnbröseln wälzen.
- Mit Puderzucker bestreuen und servieren.Puderzucker
Zwetschgenknödel nach Omas Rezept
Für mich sind die Zwetschgenknödel nach dem Originalrezept meiner Oma der Inbegriff einer klassischen österreichischen Mehlspeise. Statt eines Kartoffelteigs verwende ich, so wie schon meine Oma, einen einfachen Quarkteig für die Knödel. Dieser lässt sich rasch vorbereiten und wird beim Kochen wunderbar weich und flaumig.
Anstatt klassischer Butterbrösel hat Oma die Zwetschgenknödel immer in Mohnbrösel gewältzt. Dafür hat sie einfach geriebenen Mohn zu den Butterbröseln in die Pfanne gegeben. Dieser sorgt für ein feines, nussiges Aroma.

Tipps für die Zubereitung der Zwetschgenknödel
Zwetschgenknödel lassen sich ganz einfach zubereiten. Damit sie perfekt gelingen, lohnt sich jedoch ein paar Punkte zu beachten:
- Teig nicht zu lange kneten: Knete den Teig auf keinen Fall zu lange, sonst wird er klebrig. Falls der Teig zu klebrig ist, kannst du noch ein wenig Mehl hinzugeben. Lass den Quarkteig anschließend unbedingt 30 Minuten im Kühlschrank rasten.
- Grieß als Zutat: Meine Oma hat bei den Zwetschgenknödel mit Quarkteig immer etwas feinen Weizengrieß in den Teig gegeben. Dieser saugt die Feuchtigkeit vom Quark während der Ruhezeit langsam auf. Dadurch klebt der Teig weniger und erhält außerdem eine festere Struktur die verhindert, dass die Knödel im siedenden Wasser nicht auseinander fallen.
- Kern ersetzen – Würfelzucker oder Marzipan: Bei klassischen Zwetschgenknödeln wird der Kern aus der Zwetschge entfernt und durch ein Stück Würfelzucker ersetzt. Beim Kochen löst sich der Zucker im Fruchtsaft auf und gleicht die natürliche Säure der Zwetschge aus. Ich fülle meine Zwetschgenknödel gerne, so wie auch meine Marillenknödel, mit einem kleinen Stück Marzipan. Das feine Mandelaroma passt perfekt zu den Zwetschgen und sorgt für einen köstlichen, angenehm süßen Geschmack.
- Knödel formen: Achte beim Formen der Knödel darauf, dass die Zwetschge vollständig mit Teig bedeckt ist und dieser gut verschlossen ist. Andernfalls gehen die Knödel beim Kochen auf.
- Knödel kochen: Gib die Zwetschgenknödel in siedendes Wasser. Das Wasser darf auf keinen Fall kochen, sonst zerfallen die Knödel. Zwetschgenknödel brauchen je nach Größe ungefähr 10 bis 15 Minuten bis sie fertig sind. Sobald die Knödel an die Oberfläche steigen, lässt du sie noch ein paar Minuten ziehen, damit der Teig im Inneren um die Zwetschge vollständig durchgegart ist.

Butterbrösel oder Mohnbrösel für die Zwetschgenknödel
Bei Zwetschgenknödel gehören für mich Mohnbrösel dazu. Das liegt daran, dass meine Oma Zwetschgenknödel mit Mohnbrösel serviert hat. So habe ich den Geschmack meiner Kinderheit im Kopf abgespeichert. Ob ich die Kombination aus Zwetschge und Mohn deshalb so toll finde? Jedenfalls mag ich es, wenn die leicht säuerliche Süße der Zwetschge auf den nussigen Geschmack vom Mohn trifft. Das Zwetschge und Mohn hervorragend zusammenpassten zeigt auch Mohn-Topfengitter-Kuchen mit Zwetschgen.
Die Zwetschgenknödel können natürlich auch ganz klassisch in Butterbröseln gewältzt werden. Dafür werden die Semmelbrösel in Butter goldbraun geröstet und anschließend mit Zucker vermischt. Butterbrösel verwende ich gerne bei meinen Marillenknödeln und Erdbeerknödeln. Beide Varianten schmecken köstlich. Bei Zwetschgen bleiben aber die Mohnbrösel mein Favorit.

Zwetschgenknödel vorbereiten und einfrieren
Damit wir auch außerhalb der Zwetschgensaison in den Genuss der köstlichen Knödel kommen, bereite ich die Zwetschgenknödel zu und friere sie roh ein. Dafür setze ich die ungekochten Knödel zunächst einzeln auf einen Teller und friere sie vor. Sobald sie fest sind, gebe ich sie platzsparend in einen Gefrierbeutel. So kann ich sie bei Bedarf einzeln entnehmen und brauche sie nur nur gefroren in leicht siedendes Wasser geben. Die Garzeit verlängere ich um ca. 5-7 Minuten. Die Mohnbrösel bereite während die Knödel kochen frisch zu.
Wenn ich keine rohen Zwetschgenknödel eingefroren habe, mache ich Zwetschgenknödel mit gefrorenen Zwetschgen. Die gefrorenen Zwetschgen umwickle ich mit frischen Quarkteig und gebe sie gleich in siedendes Wasser. Wie auch bei gefrorenen Zwetschgenknödeln, verlängert sich auch hier die Garzeit um ein paar Minuten.

Süße Hauptspeise oder Nachspeise
In der österreichischen Küche werden süße Mehlspeisen nicht nur als Nachspeise, sondern auch als Hauptspeise serviert. Dazu zählen neben Zwetschgenknödel und Marillenknödeln auch Palatschinken, Kaiserschmarrn, Buchteln oder Mohnnudeln. Diese Tradition hat einen langen geschichtlichen Hintergrund. Warme Mehlspeisen entwickelten sich unter anderem aus fleischlosen Fastenspeisen und waren besonders in der einfachen Küche bleibt, weil sie sättigend und mit vergleichsweise wenigen Zutaten zuzubereiten waren. Traditionell gab es vor diesen süßen Hauptspeisen oft eine kräftige, salzige Suppe. Der Kontrast zwischen herzhafter Vorspeise und süßen Hauptgang glich das Geschmacksprofil aus. Später kamen noch weitere Einflüsse, vor allem aus Böhmen, hinzu. Viele böhmische Köchinnen, die in Wiener Haushalten arbeiteten, brachten ihre Rezepte für Knödel und andere Mehlspeisen mit. Fruchtknödel, wie die Zwetschgenknödel, wurden ab dem 19. Jahrhundert immer verbreiteter, als Zucker und Kartoffeln günstiger und damit auch für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich wurden. Bis heute hat sich diese Tradtion erhalten, deshalb werden Zwetschgenknödel bei uns in Österreich genauso selbstverständlich als süße Hauptspeise wie auch in kleinerer Portion als Nachspeise serviert.
Bei meiner Oma gab es sie klassisch immer am Freitag im Spätherbst als süße Hauptspeise, nach einer Gemüsesuppe. Ich esse die Zwetschgenknödel mittlerweile am liebsten als Nachspeise.

Liebst du Zwetschgen auch so sehr wie ich und sucht weitere köstliche Zwetschgen Rezepte? Dann solltest du unbedingt mal meine Zwetschgen Datschi und auch mein Zwetschgen Crumble Dessert ausprobieren.
Alles Liebe,
Häufige Fragen zum Zwetschgenknödel Rezept
Warum klebt der Teig für meine Zwetschgenknödel?
Ein Quarkteig darf leicht weich und etwas klebrig sein. Ist er allerdings sehr feucht und lässt sich kaum formen, enthält der Quark möglicherweise viel Flüssigkeit oder der Teig braucht noch etwas Mehl bzw. Grieß. Füge Mehl oder Grieß nur sparsam hinzu, denn zu viel davon macht die Zwetschgenknödel fest statt schön fluffig. Oft hilft es, sich die Hände für das Formen der Knödel leicht zu bemehlen.
Wie kann man Zwetschgenknödel aufwärmen?
Zwetschgenknödel kannst du besonders schonend über Wasserdampf oder kurz in heißem, nicht mehr stark kochendem Wasser erwärmen. Auch in der Mikrowelle lassen sie sich bei niedriger bis mittlerer Leistung aufwärmen. Die Mohn- oder Butterbrösel schmecken am besten, wenn du sie separat kurz in einer Pfanne erwärmst und die warmen Knödel anschließend darin wälzt.
Kann man Zwetschgenknödel kalt essen?
Ja, Zwetschgenknödel können auch kalt gegessen werden. Frisch gekocht und noch warm schmecken sie für mich allerdings am besten, da der Teig dann besonders weich und die Zwetschge im Inneren schön saftig ist.










